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Die Leipziger Basketballer haben am Samstag vor 1000 Zuschauern in der ausverkauften Ballsporthalle Sanderdorf ein hochklassiges Derby gegen die BSW Sixers mit 75:90 (45:45) für sich entschieden. Das Team von Coach Polychroniadis übernahm damit den dritten Tabellenplatz und konnte den direkten Vergleich gegen den Lokalrivalen für sich entscheiden.
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Mehr als 70 Leipziger Schlachtenbummler hatten ihr Team nach Sachsen-Anhalt begleitet, ausgestattet mit grünen T-Shirts, grüner Farbe im Gesicht und dem Willen zur Revanche für die Hinspielniederlage (76:84). Die Fans bekamen dann auch gleich eine feurige Anfangsphase beider Mannschaften geboten. Flügelspieler Frieder Diestelhorst (13) eröffnete den Punktereigen durch einen Dreier. Der bärenstarke Uni-Riese Walter Simon (18) antwortete mit einem Offensivrebound und einem Hakenwurf zum 3:2.
Alle seine acht Wurfversuche verwandelte Simon an diesem Abend. Sein Erfolgsrezept: „Ich habe gestern noch eine Extraschicht Wurftraining eingelegt. Das scheint gewirkt zu haben.“ Zusätzlich steuerte der 22-Jährige noch acht Rebounds bei. Das gesamte Team der Uni-Riesen arbeitet gemeinsam in der Defensive und angelte sich über die gesamte Spielzeit hinweg neun Abpraller mehr als der Gegner. Auch die Freiwürfe beherrschten die Uni-Riesen: 81 Prozent der Versuche fanden ihr Ziel.
Und so waren es sechs erfolgreiche Freiwürfe in Folge, mithilfe derer sich die Leipziger einen kleinen Vorsprung herauswerfen konnten (19:26). In der Schlusssekunde des ersten Viertels kassierten sie dann aber noch einen Dreipunktwurf des Ex-Leipzigers Mathias Haut (8), den sie auf dem Flügel zu viel Platz gelassen hatten.
Gleich zu Beginn des zweiten Viertels gelang es den Sixers, den Leipziger Vorsprung zu egalisieren und mit 30:28 in Führung zu gehen. Beide Teams glänzten in dieser Phase durch sehr gute Wurfquoten. Während die Uni-Riesen in Hälfte eins 63 Prozent ihrer Feldwürfe im Korb unterbrachten, waren es bei den Sixers 55 Prozent – darunter sechs Dreier.
Als sich Sandersdorf kurz vor der Halbzeitpause abzusetzen drohte (42:36), übernahmen Leipzigs US-Boys Monyea Pratt (18) und Lamar Morinia (25) das Ruder. Morinia zeigte beim Derby seine bisher beste Saisonleistung und traf vier seiner fünf Dreierversuche. Auch sieben Rebounds und vier Vorlagen gingen auf das Konto des spielfreudigen Point Guards. Eine davon erreichte kurz vor der Pause seinen Mitspieler Ralph Schirmer (14). Mit 45:45 ging es in die Kabine.
Dort galt es, an der Verteidigung zu feilen. Mit Erfolg: In der zweiten Hälfte war die Defensive der Schlüssel zum Erfolg. Norbert Beier, Martin Scholz, Kevin Schweiger, Kai-Uwe Kranz – gleich mehrere Uni-Riesen deckten im Wechsel Sandersdorfs Beste Sascha Ahnsehl und Aaron Fleetwood. Nach zusammen 20 Punkten in der ersten Halbzeit, brachten es beide Spieler danach nur noch auf fünf Punkte.
Beim Stand von 57:54 für die Hausherren nahm sich Monyea Pratt ein Herz und zog kraftvoll zum Korb. Sein Dunkingversuch wurde zwar gefoult, fand aber dennoch seinen Weg in den Korb. Ausgleich. In die letzte Viertelpause gingen die Grün-Weißen mit einer 63:67-Führung.
Die abschließenden zehn Minuten gehörten dann ganz den Uni-Riesen (12:23). Vor allem Lamar Morinia drehte nun auf, erzielte zehn seiner 25 Punkte im Schlussabschnitt. Teamkollege Kevin Schweiger wusste: „Es war ein wichtiger Sieg. Jetzt haben wir den direkten Vergleich gegen sie Sixers für uns entscheiden.“ Durch den 75:90-Erfolg machten die Leipziger die Hinspielniederlage wett und haben bei Punktgleichheit am Ende der Saison die Nase vorn. Durch den Auswärtssieg übernahmen die Messestädter auch noch den dritten Tabellenplatz des Lokalrivalen und haben sich eine gute Ausgangsposition für die kommenden Aufgaben geschaffen.
Das nächste Heimspiel der Uni-Riesen in der Arena Leipzig findet am 21. Januar gegen die Licher BasketBären statt. Einlass ist ab 17 Uhr.
Fotos: Dirk Birnbaum
BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen:Uni-Riesen Leipzig (75:90) (22:26/23:19/18:22/12:23)
Uni-Riesen Leipzig: Richard Fröhlich (5), Monyea Pratt (18), Kai-Uwe Kranz (6), Kevin Schweiger (1), Philipp Holm, Walter Simon (18), Norbert Beier (3), Lamar Morinia (25), Martin Scholz, Ralph Schirmer (14), Jonathan Ghebreigziabiher
BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen: Stefan Ahnsehl (6), Frieder Diestelhorst (13), Mathias Haut (8), Aaron Fleetwood (11), Sascha Ahnsehl (14), Paul Münsinger, Jan Ramm, Willis Gardner (6), Ryan Mc Lemore (6), Daniel Stawowski (11)
Tabelle ProB Süd (Stand 15.01.2012):
1 Oettinger Rockets Gotha (12-3)
2 Giants Nördlingen (12-4)
3 Uni-Riesen Leipzig (11-5)
4 BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen (10-6)
5 Dragons Rhöndorf (10-6)
6 White Wings Hanau (9-7)
7 TV 1862 Langen (9-7)
8 Licher BasketBären (7-8)
9 TSV Tröster Breitengüßbach (6-9)
10 FRAPORT SKYLINERS Juniors (4-11)
11 BG Illertal-Weißenhorn (2-14)
12 VfB Gießen Pointers (2-14)
Statistiken
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