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Riesen Aufholjagd bleibt unbelohnt PDF Drucken E-Mail
Basketball
Donnerstag, den 02. Februar 2012 um 17:02 Uhr

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Nach 24 Punkten Rückstand kämpften sich die Uni-Riesen am Samstag in Langen bravourös heran. In den letzten Sekunden jedoch bewies Sebastian Greene ein glückliches Händchen und tippte Langen zum 67:65-Heimsieg.

 

Als die Schiedsrichter am Samstag vor 350 Zuschauern in der Langener Georg-Sehring-Halle zur Halbzeit abpfiffen, sah es schlecht aus für die Uni-Riesen. 45:21 blinkte auf der Anzeigentafel. „Wir haben die erste Hälfte verpennt“, fand Leipzigs Coach Dimitris Polychroniadis klare Worte. „Wir sind nicht zum Korb gezogen und haben einen Schnellangriff nach dem nächsten kassiert.“

 

Nach mehrstündiger Anreise durch Eis und Schnee starteten die Sachsen eiskalt in die Partie. Mit einem 6:0-Lauf konnten sich die „Giraffen“ aus Langen erstmals absetzen (13:8). Vor allem bei den Rebounds dominierten die Hessen. Allein Marco Völler und Luke Fitzgerald sammelten in der ersten Hälfte gemeinsam 13 Abpraller.

Nach dem schwächsten Viertel der Saison (27:8), appellierte Polychroniadis in der Pause an seine Spieler: „Sie sollen rausgehen und das Spiel so eng machen wie möglich. Wenn eine Mannschaft eine Hälfte mit 24 Punkten gewinnen kann, schaffen wir das auch.“

Gesagt, getan. Walter Simon (6) läutete mit seinem Korbleger eine denkwürdige Aufholjagd ein. Punkt um Punkt pirschten sich die Uni-Riesen heran, sicherten sich mehr Rebounds und leisteten sich weniger Ballverluste als in Halbzeit eins. „Wir haben ein anderes Gesicht gezeigt“, lobte Polychroniadis vor allem die Defensivarbeit seiner Mannschaft.

Mit vier schnellen Punkten brachte Kai-Uwe Kranz (11) die Messestädter in Sichtweite (58:44). Auch bei den mitgereisten Schlachtenbummlern keimte nun wieder Hoffnung auf. Neun Minuten vor dem Ende war der Vorsprung auf zehn Punkte zusammengeschmolzen (59:49). Lamar Morinia (15) hatte seinen Centerkollegen Ralph Schirmer (9) in der Zone bedient. Zwei Minuten später punktete Leipzigs Aufbauspieler dann auf eigene Faust, und das gleich dreifach (61:54).

Im Schlussabschnitt ließen die Grün-Weißen nur noch acht Pünktchen der Hausherren zu, konnten ihre starke Defensive aber nicht immer in eigene Zähler ummünzen. „Wir haben uns den Lohn unserer guten Verteidigung nicht geholt“, bedauerte Polychroniadis. Norbert Beier, Monyea Pratt und Lamar Morinia vergaben aussichtsreiche Möglichkeiten, ihr Team bereits drei Minuten vor dem Ende heranzuführen. Erst in der Schlussminute glichen die Uni-Riesen aus (62:62). Pratts erfolgreichen Freiwurf konterte Langens Flügelspieler Nate Drury (10) mit einem Dreier (65:62). Kurz darauf musste Walter Simon (6) mit seinem fünften Foul raus. Die dramatische Endphase durfte der Power Forward nur von der Bank verfolgen. Neun Sekunden vor dem Finale tankte sich Lamar Morinia zum Korb durch und glich das Spiel erneut aus (65:65).

Ein Angriff blieb den Gastgebern noch. Langens Trainer Fabian Villmeter entschied sich, über seinen besten Offensivspieler Nate Drury zu gehen. Der US-Guard zog zum Korb, verlegte jedoch. Der Ball sprang auf den Ring. Gerangel unter dem Korb. Langens Sebastian Greene bekam die Fingerspitzen ans Leder und tippte den Ball in den Korb (67:65). Ein letzter Verzweiflungswurf Lamar Morinias von der eigenen Freiwurflinie traf zwar noch den Ring, aber nicht ins Schwarze.

„Schade, dass wir keine Punkte aus Langen mitnehmen konnten“, bilanzierte Polychroniadis den dramatischen Ausgang der Partie. „Wir haben uns aber bewiesen, dass wir gegen jeden Gegner gewinnen können, wenn wir alle an einem Strang ziehen.“

Durch die knappe Niederlage verpassten es die Uni-Riesen, mit dem Tabellenführer aus Gotha gleichzuziehen. Die Thüringer hatten in Hanau mit 76:64 das Nachsehen. Hanau gewann mittlerweile zum fünften Mal in Folge und kommt am Freitag als nächster Gegner der Uni-Riesen nach Leipzig. Der Einlass in die Arena beginnt ab 19.30 Uhr.

TV 1862 Langen:Uni-Riesen Leipzig (67:65) (18:13/27:8/14:25/8:19)

Uni-Riesen Leipzig: Richard Fröhlich (9), Monyea Pratt (11), Kai-Uwe Kranz (11), Kevin Schweiger (2), Philipp Holm, Walter Simon (6), Norbert Beier (2), Lamar Morinia (15), Martin Scholz, Ralph Schirmer (9), Jonathan Ghebreigziabiher

TV 1862 Langen: Sebastian Greene (6), Marco Völler (19), Nate Drury (10), Niklas Butz (5), Maxim Schneider (4), Joscha Domdey (2), Leo Laurig, Luke Fitzgerald (17), Niko Anders, Gianluca Raebel (4)

Tabelle ProB Süd (Stand 29.01.2012):

1    Oettinger Rockets Gotha (13-5)

2    Giants Nördlingen (12-5)

3    Uni-Riesen Leipzig (12-6)

4    Dragons Rhöndorf (11-6)

5    BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen (11-7)

6    White Wings Hanau (11-7)

7    TV 1862 Langen (10-8)

8    Licher BasketBären (9-9)

9    TSV Tröster Breitengüßbach (7-10)

10    FRAPORT SKYLINERS Juniors (5-13)

11    BG Illertal-Weißenhorn (3-15)

12    VfB Gießen Pointers (2-15)

Statistiken

Fotos: Claudia Wohlfahrt

 

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